Jubel nach Elfmeterkrimi gegen Bayern Hof

Jubel nach Elfmeterkrimi gegen Bayern Hof

8:6 stand nach fulminanten 90 Spielminuten und einem nervenaufreibenden Elfmeterkrimi auf der neuen Anzeigetafel im Stadion am Schanzl. Der FC Amberg besiegte die SpVgg Bayern Hof im Achtelfinale des bayerischen Toto-Pokals und zieht folglich in die nächste Runde ein. Rund 200 Zuschauer waren zu der Begegnung am warmen Mittwochabend gekommen.

Nach dem Anpfiff zeichnete sich schnell eine leichte Überlegenheit für die Vilsstädter ab. Die heimischen Akteure erarbeiteten sich durch gelungene Kombinationen vielversprechende Offensivaktionen. Bereits in der 14. Minute schepperte es zum ersten Mal im Gehäuse der Gäste. Der Neuzugang Sirgedas machte das zu diesem Zeitpunkt verdiente 1:0. Und nur wenige Minuten später sorgte Seitz für das 2:0. Weitere Möglichkeiten in Folge dieses Doppelschlags blieben ohne Erfolg. Sirgedas hatte beispielsweise Pech, als einer seiner Abschlüsse nur an den Pfosten krachte.

Amberg konzentrierte sich nun zunehmend darauf, die Führung zu verteidigen, denn der Regionalligist ließ nicht locker und kämpfte gegen die anfängliche Amberger Überlegenheit an. Die umkämpfte und hochwertige Partie ging mit einem Stand von 2:0 in die Halbzeitpause.

In der zweiten Hälfte erhöhte Hof nochmals merklich den Druck und erarbeitete sich auch einige gefährliche Torchancen. Doch die Defensivabteilung der Vilsstädter, ein bombenstarker Matthias Götz und die Abseitsfahne des Linienrichters konnten dem Druck zunächst standhalten. Zumindest bis zur 68. Minute, als die Hofer Bayern mittels eines Foulelfmeters den Anschlusstreffer erzielten.

Auf den Schock folgte aber ziemlich schnell Erleichterung bei den Anhängern des FC Amberg, denn bereits in der 71. Minute markierte Sven Seitz mit seinem zweiten Treffer an diesem Tag das 3:1. Das Spiel wurde jetzt auch ruppiger. Die Fouls auf dem Rasen häuften sich und auch mit dem Hofer Schlussmann gingen einmal die Nerven durch, als er nach einer Spielunterbrechung aus seinem Strafraum herausrannte, um Kühnlein ordentlich die Meinung zu geigen. Doch der Pokalfight war trotz der Führung der Schanzl-Elf noch nicht entschieden. In der 82. Minute gelang Hof der erneute Anschlusstreffer. Und nur zwei Minuten später klingelte es schon wieder im Gehäuse von Matthias Götz. Der 33-Jährige konnte den zweiten Strafstoß von Hof ebenfalls nicht parieren. Nach einem packenden Pokalfight am Schanzl bedeutete der Endstand von 3:3, dass ein Sieger im Elfmeterschießen ermittelt werden musste.

Die Anspannung auf dem Platz und auch auf den Rängen war förmlich greifbar, als Sven Seitz am Mittwochabend zum entscheidenden Elfmeter antrat. Amberg konnte alle vorherigen Elfmeter verwerten und Matthias Götz war es wenige Momente vorher gelungen den Schuss vom Hofer Spieler Harald Fleischer mit einer spektakulären Parade abzuwehren. Doch die Amberger Offensivkraft bewies Nervenstärke und versenkte den Ball in den Maschen. Grenzenloser Jubel auf Seiten der Vilsstädter und bittere Enttäuschung auf Seiten der Hofer Bayern war die Folge.

(Text und Bild: L. Weigl)